FAQ

Was ist VIAT

VIAT bedeutet Verfahren zur Identifikation und Abwehr von Telefon-SPAM und ist ein Forschungsprojekt (Laufzeit: Juli 2009 – Dezember 2012).

Wer ist an VIAT beteiligt?

VIAT ist ein Projekt der Fachhochschule Köln (Projektleitung) mit Beteiligung der TU Braunschweig und der Unternehmen IPTEGO GmbH und Sirrix AG.

Wer finanziert VIAT?

Das Projekt wird maßgeblich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von den Partner-Unternehmen unterstützt.

Wie funktioniert das neue Verfahren?

Mit Hilfe eines robusten Audio-Fingerprints können eingespielte Anrufe (Robocalls, SPIT) erkannt werden. Die weitere Entwicklung, Optimierung und Integration des Verfahrens ist Gegenstand des Projektes.

blacklisting4

Was ist SPIT?

SPIT ist die Abkürzung von SPAM over IP Telephony.

Ist es nach der Identifikation eines SPAM-Anrufes nicht bereits zu spät?

Die ersten SPAM-Anrufe können nicht blockiert werden, dienen aber der Erkennung. Der SPAM-Anrufer wird auf eine Black-List gesetzt und weitere Anrufe werden dann bereits beim Gesprächsaufbau im Netz blockiert, falls das Verfahren beim Dienstbetreiber des angerufenen Teilnehmers aktiviert ist.

Kann ein SPAM-Anrufer seine Identität nicht wechseln und die Sperre so umgehen?

Dies ist nicht auszuschließen (z.B. Bot-Netze). Allerdings ist die Registrierung oder Übernahme von Anschlüssen sowohl in IP-Netzen als auch in klassischen Telefonnetzen aufwändiger als etwa bei E-Mail. Außerdem kann das Verfahren auch für eine nachträgliche, automatisierte Nachverfolgung von eingespielten Anrufen verwendet werden. In Deutschland ist unerlaubte Telefonwerbung verboten und mit hohen Bußgeldern belegt.

Was ist mit Anrufbeantwortern, Voice-Systemen u.a.?

Die Audiodaten des antwortenden Anschlusses werden nicht analysiert. Nur die ausgehenden Audiodaten, die live erzeugt sein sollten, werden bezüglich Einspielungen untersucht. Bestimmte Ausnahmen (z.B. Weckrufe, Rundrufe) können durch eine White-List behandelt werden.

Welchen Vorteil gibt es gegenüber den bestehenden Verfahren?

Im Unterschied zu den bestehenden Verfahren werden bei VIAT die Audiodaten analysiert. Eine Erkennung ist bereits nach wenigen eingespielten Anrufen möglich. Es handelt sich insbesondere um eine Ergänzung der bestehenden Verfahren.

Werden die Anrufe auch bei bestimmten Veränderungen (wie Rauschen oder Wechsel der Kodierung) noch zuverlässig erkannt?

Der Audio-Fingerprint ist robust bzgl. verschiedener Modifikationen. Die weitere Optimierung soll im Rahmen des Projekts erfolgen.

Wird das Fernmeldegeheimnis und der Datenschutz respektiert?

Es werden keine Gesprächsdaten gespeichert, sondern nur ein Audio-Fingerprint (weniger als 1 kB), der keine Rekonstruktion der Audiodaten zulässt. Detaillierte Untersuchungen zu diesem Thema sind aber ebenfalls Gegenstand des Projekts.

Hinterlasse eine Antwort