Über VIAT

Sinkende Kosten für Telefongespräche und die zunehmende Verbreitung von Internet-Telefonie lassen in Zukunft vermehrt Telefon-SPAM erwarten.  SPAM over IP-Telephony (SPIT) kann mit geeigneten Programmen automatisiert generiert und in das Telefonnetz eingespielt werden.

Das Projekt VIAT (Verfahren zur Identifikation und Abwehr von Telefon-SPAM) beschäftigt sich mit der Erkennung und Bekämpfung von Telefon-SPAM. Ziel des Projektes ist es, die sogenannten Robocalls von realen Telefongesprächen zu unterscheiden, um sie  frühzeitig und automatisiert zu blockieren.

Hierzu wird ein neues Verfahren, welches auf einer Audiosignalanalyse aufbaut verwendet; die eingehenden Audiodaten werden hierbei auf identische Sprachabschnitte untersucht. Dabei sollen auch ähnliche Sprachdaten erkannt werden, so dass das Verfahren robust gegenüber der Sprachcodierung, Rauschen oder anderen Veränderungen ist. Hierzu wird ein akustischer Fingerabdruck verwendet, der in einer ähnlichen Form bereits bei der Musik-Identifikation erfolgreich eingesetzt wird.

Dieser Fingerabdruck wird aus den Gesprächsdaten jedes eingehenden Anrufs erzeugt und in einer Datenbank des Telefonnetz-Betreibers abgelegt. Sind zwei Fingerabdrücke so ähnlich, dass man davon ausgehen kann, dass es sich um dieselbe automatisierte Ansage handelt, so können die folgenden Anrufe dieses Anrufers blockiert werden.

Das Forschungsprojekt VIAT wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Projektpartner sind die TU Braunschweig, die Sirrix AG und die IPTEGO GmbH. Die Leitung des von 2009 bis 2012 laufenden Projekts liegt bei der Fachhochschule Köln.

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